Landkreis Börde – Pressemitteilung vom 3. September 2026
Sirenen sind wichtige Helfer für die Bevölkerungswarnung in Krisenzeiten
Am 10. September 2026 um 11:00 Uhr ertönen 280 Sirenen für einen kreisweiten Funktionstest.
Um die Bevölkerung zu sensibilisieren, hat die Konferenz der Innenminister der Bundesländer bestimmt, jährlich jeden zweiten Donnerstag im September einen bundesweiten Warntag durchzuführen. Auch in diesem Jahr beteiligt sich der Landkreis Börde bereits zum fünften Mal am bundesweiten Warntag. Regelmäßige Funktionstests sind wichtig, um die Bevölkerung auf die vorhandenen Warnmittel aufmerksam zu machen, aber auch um die organisatorische und technische Funktionalität zu überprüfen. Warn-Apps, digitale Systeme und andere Warneinrichtungen funktionieren nur, wenn sie durch die Bevölkerung aktiv genutzt werden. Insbesondere in den Nachtstunden stellen Sirenen die wichtigsten Helfer dar, um die Bevölkerung effektiv zu warnen.
Auch in diesem Jahr soll der Mobilfunkdienst Cell-Broadcast zur Warnung und Information der Bevölkerung genutzt werden. Cell-Broadcast kann Warnmeldungen an alle dafür eingerichteten und empfangsbereiten Mobilfunkendgeräte (Smartphones und konventionelle Handys), die sich in einem bestimmten Abschnitt des Mobilfunknetzes befinden, versenden. Somit bekommen alle Mobiltelefone, die in einem Mobilfunksendemast eingebucht sind, eine automatische Mitteilung vergleichbar mit einer SMS gesendet.
Zur Sensibilisierung der Bevölkerung sowie zur organisatorisch-technischen Überprüfung der Funktionalität der Warnsysteme werden am 10. September 2026 um 11:00 Uhr (Entwarnung um 11:45 Uhr) alle 280 Sirenen im Landkreis Börde ertönen.
Ebenfalls soll das Modulare Warnsystem (MoWaS) mit einer Probemeldung von der nationalen Warnzentrale versorgt werden. Dieser Dienst versorgt wiederum verschiedene Warnapplikationen für mobile Endgeräte, zum Beispiel die Warn-Apps NINA und KATWARN.
Das Signal am 10. September um 11:00 Uhr:
Ein einminütiger auf- und abschwellender Heulton für die Warnung „Allgemeine Gefahr“ in Friedenszeiten, den sogenannten Katastrophenalarm beziehungsweise den Luftalarm im Verteidigungsfall.
Die Sirenen befinden sich im Eigentum der Städte und Gemeinden und werden von diesen unterhalten und gewartet. Die digitalen Sirenensteuerempfänger hierzu stellt der Landkreis Börde bereit. Die Ansteuerung der Sirenen erfolgt über die Integrierte Leitstelle des Landkreises Börde, zum Beispiel für Einsatzalarmierungen der Feuerwehren.
Weitere Informationen zum Warntag 2026 finden Sie unter www.bundesweiter-warntag.de.
Was ist am 10.09.2026 zu erwarten?
11:00 Uhr – Warnung der Bevölkerung
- Alle Sirenen im Landkreis Börde ertönen 1 Minute lang mit auf- und abschwellendem Heulton.
- Im Bereich Barleben, der Stadt Oschersleben (Bode), der Stadt Wanzleben-Börde und der Stadt Haldensleben geben die Sirenen zusätzliche Warnhinweise per Sprachansage aus.
- Warnapplikationen für Handys und Tablets (wie bspw. NINA und KATWARN) werden von der nationalen Warnzentrale mit einer Probemeldung versorgt.
- Alle Handys erhalten per Cell-Broadcast eine Mitteilung (vgl. SMS) über die Probemeldung.
11:45 Uhr – Entwarnung der Bevölkerung
- Alle Sirenen im Landkreis Börde ertönen 1 Minute lang mit einem gleichbleibenden Dauerheulton.
- Im Bereich Barleben, der Stadt Oschersleben (Bode), der Stadt Wanzleben-Börde und der Stadt Haldensleben geben die Sirenen Entwarnung per Sprachansage.
- Warnapplikationen wie NINA und KATWARN werden mit einer Entwarnungs-Probemeldung versorgt.
- Per Cell-Broadcast erfolgt keine Entwarnung.
Wie muss ich mich verhalten?
Sie brauchen nichts weiter zu tun, außer Ihre Erreichbarkeit für mögliche Warnungen zu überprüfen. Vielleicht nutzen Sie bislang noch keine Warn-App – diese kann kostenfrei über die jeweiligen App-Stores auf das Smartphone geladen werden.
Auswertung & Umfrage
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) führt auch in diesem Jahr eine Umfrage zum Warntag durch. Ziel der Umfrage ist es, den Bürgerinnen und Bürgern eine Feedbackmöglichkeit zu geben, Erfahrungen gebündelt zu sammeln und die technische Funktionsweise und Wirkung der Warnung sowie der Warnmittel zu analysieren. Unter Warnmitteln sind die den Menschen zur Verfügung stehenden Endgeräte oder Anwendungen wie Radio, Fernsehen, Internetseiten, Social Media, digitale Stadtinformationstafeln, Warn-Apps, Lautsprecherwagen oder Sirenen zu verstehen.
Die Teilnahme an der Umfrage wird am Warntag, dem 10.09.2026 ab 11:00 Uhr, für 7 Tage auf der Website www.warntag-umfrage.de möglich sein.
Kontakt für Rückfragen:
Landkreis Börde
Frau Judit Spereiter
Bornsche Straße 2, 39340 Haldensleben
Telefon: +49 3904 7240-1212
E-Mail: presse@landkreis-boerde.de




