Wolmirstedt
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Dorfteilch in Mose
Dorfteich in Mose

Mose

Ortsbürgermeister

Marco Röhrmann

Bevölkerungsentwicklung

1842               81 Einwohner
1890             137 Einwohner
2003             325 Einwohner
2014             330 Einwohner
2021             326 Einwohner

Mose wurde erstmals in der Schenkungsurkunde König Otto I. vom 21. September 937 an das Moritzkloster in Magdeburg urkundlich erwähnt. Der Ortsteil liegt nördlich von Wolmirstedt und war in der Vergangenheit hauptsächlich landwirtschaftlich geprägt. Da Mose bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts an einem See lag, der 1820 vollständig trockengelegt wurde, wird der Ort in den Überlieferungen auch als Fischerdorf erwähnt. Im Lauf der Jahrhunderte wechselte Mose mehrfach in den Besitz an Klöster, Bistümer und weltliche Herrscher.

Am 29. Juni 1933 ereignete sich in Mose eine Weltsensation. Auf einer Wiese des Gutes fand der erste Start einer unbemannten Flüssigkeitsrakete von 6,50 m Höhe und 120 Kilogramm Gewicht statt. Nach dem Start erhob sich die Rakete 20 Meter über dem Boden, neigte sich dann um 25 Grad und flog in diesem Winkel 80 Meter weit. An dieses Ereignis erinnert seit 2012 ein Modell der Pilotenrakete.

Mit der Auflassung des Ortes Salchau in der Colbitz-Letzlinger Heide zur Errichtung der Schießbahn in den Jahren 1934 – 1936 wurden Ersatzbauernhöfe in Mose errichtet und die Salchauer überwiegend nach Mose umgesiedelt. Die Siedlung Neu Mose entstand östlich der heutigen Bundesstraße B 189.

In den 90iger Jahren wurden die Wohngebiete „Backofenbreite“ und „Darrweg“ entwickelt; dadurch erhöhte sich die Einwohnerzahl von ca. 160 auf ca. 300 Einwohner. Seit 1993 ist Mose ein Ortsteil der Stadt Wolmirstedt.

In Mose wohnen sehr viele junge Familien mit Kindern. Hier ansässige Firmen sind unter anderem Handwerksbetriebe, Autohäuser und Kleinunternehmer. Großen Zuspruchs erfreut sich das Landhaus Mose, hier stehen hauptsächlich bulgarische Spezialitäten auf der Speisekarte.

Das dörfliche Leben wird durch den Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Mose, die im Jahr 1848 als Löschzug gegründet wurde, sowie den Ortschaftsrat Mose unter Mithilfe vieler freiwilliger Bürger organisiert.

Erwähnenswert ist die Lage des Ortsteils Mose. Es liegt inmitten eines Landschaftsschutzgebietes und doch in unmittelbarer Nähe zur Landeshauptstadt Magdeburg. Die Verkehrsanbindung ist durch die B189 sowie die geplante A14 Nordverlängerung und den erschlossenen Personennahverkehr günstig.

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