
Anneliese Müller wohnt seit sechs Jahren in Wolmirstedt. Im DRK-Wohnquartier „Am Stadtpark“ fühlt sie sich wohl, hat viele Freundschaften geschlossen und ist in eine Runde von Seniorinnen integriert, die beinahe jeden Tag miteinander verbringen. Am liebsten spielen sie gemeinsam Rummikub. Am 3. März kamen die Nachbarinnen alle zum Gratulieren vorbei, denn Anneliese Müller feierte einen besonderen Geburtstag: Ihren 90.!
Dass auch Wolmirstedts Bürgermeister Mike Steffens persönliche Glückwünsche, Blumen und ein Präsent überbrachte, freute die Jubilarin besonders. Dabei wohnt sie noch nicht ihr Leben lang in der Stadt, sondern erst seit sechs Jahren. „Ich war eine der Ersten, die hier eingezogen ist“, erzählt Anneliese Müller und schwärmt von ihrer kleinen Wohnung im Wohnquartier. Der größte Vorteil daran sei, dass sie dort nahe bei der Tochter wohne. Denn die lebt schon viele Jahre in Wolmirstedt, während Anneliese Müller bis zum Tod ihres Ehemanns noch in ihrem Geburtshaus in Eschenrode (bei Weferlingen) wohnte.
Dort wuchs sie auf und zog später ihre zwei Kinder dort groß. Mittlerweile gehören auch vier Enkel und neun Urenkel zur Familie. Beruflich hatte Anneliese Müller ein bewegtes Leben: In Eschenrode arbeitete sie in der LPG, war dort jahrelang für die Hühner zuständig, wurde auf dem Acker eingesetzt, für die Versorgung der Schweine und Kühe und vieles mehr. Später arbeitete sie in einer Gärtnerei und in der Zuckerfabrik und war schließlich Milchkontrolleurin der LPG.
Langweilig wurde es bei ihr nie. So machte sie beispielweise gleich nach der Wende – mit 54 Jahren – ihren Führerschein. Das Auto brachte sie vor sechs Jahren auch noch mit nach Wolmirstedt und fuhr es dort noch zwei Jahre lang. Mit den Freundinnen möchte Anneliese Müller am Sonnabend noch einmal groß im Wohnquartier feiern.



