Wolmirstedt
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Wolmirstedt startet mit der Umsetzung der Glasfaser-Strategie

Erster Kooperationsvertrag geschlossen

Wolmirstedt, 5.4.2022

Nachdem am vergangenen Donnerstag der Stadtrat die Glasfaser-Strategie der Stadt beschlossen hatte, geht nun alles ganz schnell: Die erste Kooperationsvereinbarung mit einem Glasfaser-Anbieter wurde im Rathaus Wolmirstedt am Dienstag unterzeichnet.

Mit dem Anbieter ‚Deutsche Glasfaser GmbH‘ wurde vereinbart, dass dieser den Ausbau in den Ortschaften Farsleben und Mose sowie im südlichen Teil von Elbeu vornehmen soll. Hinzu kommt das Stadtgebiet von Wolmirstedt, allerdings ohne die Innenstadt. Die Innenstadt von Wolmirstedt sowie der nördliche Teil von Elbeu soll durch die Deutsche Telekom erschlossen werden – hierzu wird es in wenigen Tagen einen weiteren Termin für die Unterzeichnung einer Vereinbarung geben. In der Ortschaft Glindenberg sind bereits zwei Anbieter – die Telekom und die MDDSL – mit ihren Angeboten unterwegs. Die Gebäude der WWG sollen durch das Unternehmen PYUR erschlossen werden und auch die AWG ist aktuell in Verhandlungen mit Anbietern.

All das sind Elemente der Glasfaser-Strategie der Stadt. Im Ergebnis soll jeder Haushalt in Wolmirstedt ein Angebot für einen kostenfreien Glasfaser-Anschluss erhalten.

„Mit der Glasfaser-Strategie erfüllen wir einen Auftrag des Stadtrates“ erläutert Projektleiterin Doris Bunk, „dem waren viele Gespräche mit Anbietern, aber auch mit den Räten und Ortschaftsräten vorangegangen“.

„Mit unserer Strategie wollen wir erreichen, dass Wolmirstedt als eine der ersten Kommunen in Sachsen-Anhalt ohne eigenes Geld oder Fördermittel einen flächendeckenden Glasfaserausbau erreicht“ freut sich Bürgermeisterin Marlies Cassuhn, „umliegende Kommunen mussten für dasselbe Ergebnis millionenschwere Kredite aufnehmen.“

Michael Sieve, Manager für kommunale Kooperation der Deutschen Glasfaser, fügt hinzu: „Wir sind sehr optimistisch, dass wir in Zusammenarbeit mit der Stadt zügig unseren gemeinsamen Plan umsetzen können und sichern eine professionelle Ausführung zu.“

Vorgesehen sind dafür 3 Monate für die Vermarktung, 2 Monate Planungszeit und 6 bis 9 Monate Bauzeit – idealerweise wäre der Ausbau in den Gebieten der Deutschen Glasfaser nach einem Jahr abgeschlossen.

Allerdings gibt es eine wichtige Voraussetzung für das Gelingen des Projektes, die nicht in der Hand der Stadt oder der Anbieter liegt: Genügend Bürger müssen das Angebot auch annehmen. Hierzu weiß der fachliche Projektberater Marco Langhof von der Firma TELEPORT: „Alle zwei Jahre verdoppelt sich der Bedarf an ‚schnellem Internet‘. Es ist also nicht die Frage, ob die Bürger einen Glasfaseranschluss benötigen, sondern wann. Und der kostenfreie Anschluss wird nur in der Projektphase angeboten – danach wird’s teuer.“

Nachdem die Umsetzung der Glasfaser-Strategie nun zügig Fahrt aufnimmt, wird die Stadt den weiteren Fortgang intensiv begleiten. „Geplant sind mehrere Informationsveranstaltungen, in denen wir den Bürgern das Vorgehen erläutern und natürlich auch die Anbieter zu Wort kommen lassen wollen“ erklärt Bürgermeisterin Cassuhn, „zudem müssen wir uns noch um einige wenige abgelegene Objekte kümmern, die nun mithilfe von Fördermitteln erschlossen werden müssen“.

Die Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung mit der Deutschen Telekom erfolgt voraussichtlich am Ende des Monats.

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